Historie

80 Jahre Autohaus Sum


Die Anfänge

Firmengründer Otto Sum stammte aus einer Sulzburger Metzgersfamilie. Nach einer Mechanikerlehre und einigen Wanderjahren eröffnete er 1932 in Sulzburg eine Werkstatt im elterlichen Anwesen, in der von der Nähmaschine über das Fahrrad bis zum Traktor alles repariert wurde, was sich mechanisch bewegt.

1934 kaufte er eine bestehende Werkstatt in Heitersheim und gründete das Autohaus. Als Unterhändler eines Freiburger Unternehmens wurde er zum Vertreter der Marke Opel. Im Januar 1936 verkaufte er sein erstes Auto: einen Opel P4 Cabrio für 1881 Reichsmark.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Otto Sum in die Wehrmacht eingezogen, der Betrieb wurde bis 1945 stillgelegt. Nach der Wiedereröffnung wurden vor allem Motorräder gewartet und verkauft – private Autos gab es in diesen Jahren kaum.


1950er-Jahre

Mit dem Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Automobilwerke und dem einsetzenden Wirtschaftswunder wuchs auch die Nachfrage nach den eigenen vier Rädern. Die Fahrzeuge von Opel waren neben Volkswagen die meistverkauften Autos, und wer sich nach dem ersten Käfer verbessern wollte, wählte in der Regel einen Wagen aus Rüsselsheim. 1954 pachtete Otto Sum eine Werkstatt in Müllheim und schuf damit ein zweites Standbein für sein Autohaus, einschließlich einer „Großtankstelle“ mit zwei modernen Zapfsäulen und eine Ölbar unter einem Pilzdach. Seine Söhne Gerd und Helmut wurden im väterlichen Betrieb zu Kfz-Mechanikern ausgebildet, Tochter Christel arbeitete in der Buchhaltung mit.


1960er-Jahre

Zu Anfang des Jahrzehnts konnte Otto Sum den Zwischenhändler in Freiburg ausschalten, über den das Geschäft mit dem Autobauer in Rüsselsheim bis dahin abgewickelt worden war. Sein Autohaus erlangte den Status des Opel-Direkthändlers. Während die Autokonjunktur auf vollen Touren lief, übernahmen die Söhne immer mehr Verantwortung im elterlichen Betrieb. Gerd leitete den Müllheimer, Helmut den Heitersheimer Standort. 1967 übernahmen sie gemeinsam die Geschäftsführung von ihrem Vater, der sich in den Ruhestand zurückzog.


1970er- und 1980er-Jahre

Diese Phase begann mit der Ölkrise und einer schwächelnden Konjunktur. Die Auswirkungen bekamen alle Autohäuser zu spüren. Die solide Wachstumskurve des Autohauses Sum zeigte insgesamt aber trotzdem weiter deutlich nach oben. In den 1980er-Jahren wurden die Tankstellen in Heitersheim und Müllheim stillgelegt – man konzentrierte sich ganz auf Autohandel und Werkstattbetrieb. In diesem Jahrzehnt hielt die elektronische Datenverarbeitung Einzug ins Autogeschäft. Das Autohaus Sum gehörte zu den Ersten, das seine Betriebe ins digitale Zeitalter führte.


1990er-Jahre

In den 1990ern begann die dritte Generation ihre Tätigkeit im Autohaus. Helmuts Söhne Tilo und Uwe sowie Gerds Sohn Georg stiegen nach unterschiedlichen Ausbildungsgängen in den Familienbetrieb ein. 1997 wurde das Autohaus nach ISO 9001 zertifiziert. Dabei wurden alle Abläufe im Detail analysiert und – wo möglich – weiter verbessert. So entstanden definierte Prozesse und Checklisten, die bis heute verwendet werden und die Nachvollziehbarkeit der einzelnen Schritte sicherstellen.


Von 2000 bis heute

Im Millenniumsjahr wurde die Müllheimer Filiale aus der Innenstadt in das neue Industriegebiet verlegt. Auf gut 4000 Quadratmeter Grundfläche konnten dort alle Betriebsteile großzügig untergebracht werden, das neuerrichtete Gebäude präsentiert sich in gläserner Transparenz und bietet den Kunden ein freundliches, offenes Ambiente. Auch das Stammhaus in Heitersheim wurde umfassend umgebaut und modernisiert. 2002 übernahm die dritte Generation: Gerd und Helmut Sum zogen sich in die zweite Reihe zurück; Uwe, Tilo und Georg Sum übernahmen gemeinsam die Geschäftsführung. Wie beim ersten Generationenwechsel blieb die Einheit des Unternehmens gewahrt. 2008 wurde das Autohaus Lenz in Efringen-Kirchen, übernommen, 2014 folgt das Autohaus Pfefferle & Dierenbach in Bad Krozingen. Mit vier Standorten zwischen Freiburg und Basel ist das Autohaus Sum heute eine feste Größe im südbadischen Automarkt.